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	<title>Medienhof-Wedding</title>
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		<title>SCHREIBWETTBEWERB &#8211; JETZT SCHREIBEN &#8211; BIS 15.11.2010</title>
		<link>http://blog.medienhof-wedding.de/2010/09/27/schreibwettbewerb-was-ware-wenn/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 15:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Thema: WAS WÄRE WENN &#8230; oder WAS MACHE ICH IN 10 JAHREN? suche dir eines der beiden Themen aus und schick&#8217; deinen Text per Mail an weddingschreiben@gmx.de oder gib&#8217; ihn bei Herrn Weber im Medienhof ab! Diesen Schreibwettbewerb veranstalten die &#8230; <a href="http://blog.medienhof-wedding.de/2010/09/27/schreibwettbewerb-was-ware-wenn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thema:</p>
<p>WAS WÄRE WENN &#8230; oder WAS MACHE ICH IN 10 JAHREN?</p>
<p>suche dir eines der beiden Themen aus und schick&#8217; deinen Text per Mail an weddingschreiben@gmx.de oder gib&#8217; ihn bei Herrn Weber im Medienhof ab!</p>
<p><a href="http://blog.medienhof-wedding.de/wp-content/uploads/2010/09/flyerschreibwettbewerb3.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-117" title="Schreibwettbewerb" src="http://blog.medienhof-wedding.de/wp-content/uploads/2010/09/flyerschreibwettbewerb3-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" /></a></p>
<p>Diesen Schreibwettbewerb veranstalten die Medienhof- Vorreiter. Sie sind Teil der Bildungs- und Sprachförderung <em>Sprint</em> (Sprache und Integration), einem Projekt der RAA Berlin e.V.. <em> </em></p>
<p><em>Sprint</em> hat das Ziel, Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund sprachlich und fachlich zu fördern, so dass sie bessere Schulerfolge erzielen. Die Jugendlichen die selbst <em>Sprint</em> in Anspruch genommen haben beziehungsweise nehmen werden als Vorreiter selbst aktiv. Sie helfen Grundschulkindern bei ihren Hausaufgaben und organisieren selbständig Veranstaltungen und Ausflüge.</p>
<p><strong>FÜR ALLE DIE MITMACHEN WOLLEN:</strong></p>
<p>Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr eine E-mail an weddingschreiben@gmx.de schreiben oder bei Herrn Weber anrufen 030 49768460.</p>
<p><strong>Unsere Kriterien: </strong></p>
<p>1. Wichtig ist eure <span style="text-decoration: underline;">Kreativität</span>!<br />
Besonderen Wert legen wir auf die Idee und den Aufbau eurer Einsendung:<br />
Fesselt uns die Einsendung (die Geschichte oder das Gedicht, etc.)? Berührt sie uns?<br />
Macht es Sinn, wie sie aufgebaut ist?</p>
<p>2. Passt euer Text zum Wettbewerbsthema?</p>
<p>3. Ist euer Umgang mit Sprache sicher:<br />
Ausdruck und Stil, Grammatik, Rechtschreibung</p>
<p><strong>Die Jury:</strong></p>
<p>In der Jury sind einige Vorreiter, einige Studenten und ???</p>
<p><strong>Der Ablauf:</strong></p>
<p>Nach dem Einsendeschluss sortieren wir alle Texte. Die Jurymitglieder bekommen die Texte nummeriert, aber ohne Namen, damit niemand bevorzugt wird.</p>
<p>Je nachdem, wie viele von euch mitmachen gibt es eine Vorauswahl und die Besten kommen dann in die Endrunde und werden zu unserer Preisverleihung eingeladen und dort bekommen die allerbesten Gutscheine.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BEISPIELE DES VERGANGENEN SCHREIBWETTBEWERBS</title>
		<link>http://blog.medienhof-wedding.de/2010/09/27/was-mache-ich-in-10-jahren-oder-was-ware-wenn/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 07:46:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Schmerzen in der Seele sitzen tief. Sie weckten mich auf als ich schlief. Tränen die fallen, zeigen den Schmerz, ich kann nicht weinen, ich habe kein Herz. Es ist zersprungen vor einer Ewigkeit. Der Grund dafür war, meine Identität. Ihr &#8230; <a href="http://blog.medienhof-wedding.de/2010/09/27/was-mache-ich-in-10-jahren-oder-was-ware-wenn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Schmerzen in der Seele sitzen tief.<br />
Sie weckten mich auf als ich schlief.<br />
Tränen die fallen, zeigen den Schmerz,<br />
ich kann nicht weinen, ich habe kein Herz.<br />
Es ist zersprungen vor einer Ewigkeit.<br />
Der Grund dafür war, meine Identität.<span id="more-107"></span></p>
<p>Ihr wollt wissen wer ich bin?<br />
Kommt nach Wedding, dann seht ihr, wo mein Leben liegt.<br />
Das ist mein Bezirk.<br />
Ein stolzer Weddinger, der aus Palästina kommt.<br />
Seit 19 Jahren lebe ich hier.<br />
Zwei halbe Leben führe ich hier.<br />
Zwei halbe Leben sind kein Ganzes!</p>
<p>Ich lebe verschiedene Identitäten zugleich.<br />
Die Suche nach der eigenen fällt mir ziemlich<br />
schwer.<br />
Was ist Identität?<br />
Das was ich an mir trage?<br />
Oder das was mich verrät in aussichtsloser Lage?</p>
<p>Ist sie es die bleibt, wenn Schauspiel vergeht?<br />
Wenn der Schmerz sich vereint,<br />
die Angst mit toten Augen blutige Tränen weint<br />
und Trauer mir schreibt?</p>
<p>Ist sie es auch, wenn der Vorhang fällt?<br />
Keine Antwort, viele Fragen,<br />
die ständig meine Neugier plagen.<br />
So such ich nach dem Sinn des Lebens,<br />
doch denk mir still!</p>
<p>Das Leben ist ein Fluß, der fließen muss.<br />
Ach lass ihn fließen,<br />
es wird Zeit mich zu entschließen.<br />
Wer ich bin, wohin ich geh,<br />
auf welcher Seite ich steh!<br />
Es wird Zeit, dass ich versteh,<br />
dass ich am Rad der Zeit dreh.</p>
<p>Soha Fayad</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine gelungene Geschichte</title>
		<link>http://blog.medienhof-wedding.de/2010/09/26/ein-gutes-beispiel-aus-dem-vergangenen-jahr/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 14:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Menschen sehen mich als eine lebensfrohe, vorlaute, offene, ununterbrochen redenede 15-jährige Person, die sich durchs Leben lacht. Doch ich sag euch, dass ich das alles nicht bin. Um nicht verletzt zu werden, habe ich nämlich mein Herz in eine &#8230; <a href="http://blog.medienhof-wedding.de/2010/09/26/ein-gutes-beispiel-aus-dem-vergangenen-jahr/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen sehen mich als eine lebensfrohe, vorlaute, offene,<br />
ununterbrochen redenede 15-jährige Person, die sich durchs<br />
Leben lacht.<br />
Doch ich sag euch, dass ich das alles nicht bin.<br />
Um nicht verletzt zu werden, habe ich nämlich mein Herz in eine<br />
Höhle verbannt.<br />
Trotzdem fällt es mir manchmal schwer meine wahren Gefühle zu<br />
verbergen.</p>
<p>Ich bin nicht glücklich, wenn ich lache.<br />
Ich lache nur, damit die Menschen die mich mögen kein Mitleid<br />
mit mir haben.<br />
Ich bin nicht sorglos, wenn ich anderen bei ihren Problemen<br />
helfe, ich verdränge bloß meine.<br />
Ich bin nicht eingebildet, wenn ich jemanden „komisch“ angucke,<br />
ich gucke dann zum Beispiel nur, weil ich die Person bewundere.</p>
<p>Nun möchte ich euch mein wahres Ich zeigen.<br />
Kommt mit mir auf eine Reise der Gefühle.</p>
<p>Mein Name ist Sara El-Fares, ich bin am 14.09.1990 im Libanon geboren.<br />
Meine Mutter zog meine drei Brüder und mich in einer kleinen<br />
Ein – Zimmer – Wohnung groß.<br />
Mein Vater reiste oft umher, um hier und da zu arbeiten, damit eruns mit dem verdienten Geld am Leben halten konnte.<span id="more-83"></span></p>
<p>Früh musste ich erfahren, wie es ist, wenn der Vater Jahre lang<br />
weg ist.<br />
Voller Hoffnung sehnte ich mich danach ihn fest in die Arme zu<br />
nehmen und ihn nicht mehr gehen zu lassen.<br />
Als mein Vater eines Tages entschied, dass wir zu ihm nach<br />
Deutschland kommen sollten, weil er da Arbeit gefunden hatte,<br />
spürte ich zum ersten Mal in meinen jungen Jahren Glück.</p>
<p>Auf unserer illegalen Reise nach Deutschland wurden wir sehr<br />
oft verhaftet. Tagelang hielten sie uns im Gefängnis fest. Die<br />
Verzweiflung und die Angst konnte man deutlich in unseren<br />
Gesichtern sehen.<br />
Nachdem wir immer wieder verhaftet und zurückgeschickt<br />
wurden, kamen mir Zweifel, ob ich meinen Vater jemals wieder<br />
sehen würde.<br />
Mannn!!! Was musste ich mit meinen 7 Jahren alles aushalten.<br />
Wir gaben dennoch nicht auf und schafften es schließlich mit<br />
einer Gruppe von Männern nach Deutschland.<br />
Hier angekommen, schloss ich meinen Vater, mit Tränen in den<br />
Augen, ganz doll in die Arme.</p>
<p>Viele mögen den Wedding als dreckig und unmöglich sehen, doch<br />
ich sehe in ihm etwas anderes. Es ist jetzt mein zu Hause.<br />
Der Wedding gab mir meinen Vater zurück, er gab mir eine viel<br />
größere Wohnung, er ermöglichte mir Bildung. Hier habe ich<br />
Freunde fürs Leben gefunden.<br />
Dadurch dass mein Vater arbeitet, bekommen wir mehr Geld und<br />
müssen nicht mehr schauen, dass wir über die Runden kommen.<br />
Ich sehe hier zuversichtlich in die Zukunft.</p>
<p>Klar gibt es hier und da mal Streit in der Familie, mit den<br />
Freunden und in der Schule, doch was wäre das Leben ohne<br />
Höhen und Tiefen? Würden wir dann noch Freude und Glück als<br />
etwas Besonderes sehen, wenn wir es nie vermissen würden?<br />
Wonach würden wir dann streben, wenn wir ohne zu arbeiten<br />
alles unverdient bekämen? Wo wäre das Gefühl von<br />
Gemeinschaft, wenn jeder nur etwas mit seinen Landsleuten zu<br />
tun haben möchte? „Wo?“, frage ich euch?!<br />
Ich bin heute 19 Jahre alt und frage mich jetzt, ob aus mir eine<br />
andere Persönlichkeit geworden wäre, wenn ich von Anfang an<br />
ein „perfektes“ Leben geführt hätte.</p>
<p>Sara El-Fares<br />
﻿</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Friede, Freude, Eierkuchen</title>
		<link>http://blog.medienhof-wedding.de/2010/09/23/ein-gelungenes-gedicht/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 15:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.medienhof-wedding.de/?p=87</guid>
		<description><![CDATA[Friede, Freude, Eierkuchen, ein glückliches Leben im Einfamilienhaus so wurd&#8217;s dir beigebracht, doch vergiss es, Mann! Es gibt keinen Osterhasen und auch keinen Nikolaus. Das Leben ist hart, du musst was unternehmen wach auf, wenn du&#8217;s nicht tust, wirst du &#8230; <a href="http://blog.medienhof-wedding.de/2010/09/23/ein-gelungenes-gedicht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Friede, Freude, Eierkuchen,<br />
ein glückliches Leben im Einfamilienhaus<br />
so wurd&#8217;s dir beigebracht, doch vergiss es, Mann!<br />
Es gibt keinen Osterhasen und auch keinen Nikolaus.<br />
Das Leben ist hart, du musst was unternehmen<br />
wach auf, wenn du&#8217;s nicht tust, wirst du untergehen.<br />
Du musst dich in der Welt beweisen,<br />
du musst kämpfen für deine Nahrung<br />
glaub mir mein Freund, obwohl es hart ist<br />
ich sprech&#8217; hier aus Erfahrung.</p>
<p>Glaubst du&#8217;s nicht? <span id="more-87"></span>Dann geh auf die Straße und guck&#8217;s dir an<br />
das ist der Wedding<br />
in dem keiner ohne den anderen überleben kann.<br />
Zwischen Dönerbuden und Falafelstand<br />
mit Graffiti besprühten Wänden und Arbeitsamt.<br />
Hier, wo jeder denkt aus denen kann nichts werden<br />
Wedding, ein Bezirk aus lauter Anzeigen und Beschwerden<br />
Mädchen, die erst 2 t beschminkt rausgehen,<br />
um mit Freunden rumzuhängen,<br />
die sich mit Piercings beschmücken und sich<br />
in 15 cm Absätze reinzwängen<br />
Mädchen, die sich kleiden wie &#8216;ne Gruselversion von Mickey Mouse<br />
Mädchen, die sich die Haare toupieren wie Amy Winehouse.</p>
<p>So sieht der Wedding für die meisten aus<br />
aus den gesammelten Vorurteilen aufgebaut<br />
Wedding, wo meistens Türken, Araber und Russen wohnen<br />
ein falsches Wort – und eröffnet ist die Kämpferzone<br />
und jeder bezeichnet sich hier als Autorität,<br />
denn Respekt hat hier oberste Priorität.<br />
Hier gibt es Unterschiede, und zwar große<br />
manche saufen sich ins Koma, zerstören sich die Nieren<br />
andere arbeiten bis der Arzt kommt – und was bekommen sie?<br />
&#8216;n paar Scheinchen von Hartz IV.</p>
<p>Die Leute suchen Unterstützung<br />
die Leute suchen etwas Geld<br />
sie suchen jemanden, der ihnen Halt gibt<br />
jemanden, der für sie da ist, der zu ihnen hält.<br />
Ich verschaff jetzt etwas Klarheit:<br />
jeder vierte lebt hier ohne Arbeit,<br />
jeder fünfte kann nur von Sozialhilfe leben.<br />
Man muss wirklich kein Mathegenie sein, um das zu versteh&#8217;n.<br />
Hier – wird keiner dafür verurteilt und ausgegrenzt,<br />
denn das ist so Standard im Wedding.<br />
Hier liegt der Ausländeranteil bei 75 %.</p>
<p>Um Wedding macht man meistens einen großen Bogen<br />
Wedding, ein Synonym für Verbrechen, Gewalt und Drogen.<br />
Die Regierung predigt Toleranz hier, Akzeptanz da,<br />
mehr Integration et cetera und schließt die Gewalt aus,<br />
doch ihr verehrten Herrn Politiker, sag ich euch<br />
wie man sieht sieht&#8217;s hier auf der Straße ganz anders aus<br />
Ausländer – manch einer verbindet damit den 11. September<br />
doch ob man sich nun an die Regeln hält oder nicht ist scheißegal,<br />
denn immer wieder hört man: „Scheiß Ausländer!“<br />
Doch jetzt im Ernst man will sie fortschicken<br />
doch wo soll&#8217;n sie hin<br />
wenn Wedding ihre Heimat ist und sie Deutsche sind?</p>
<p>Doch trotzdessen leb ich gern hier im Wedding,<br />
weil ich hier zu Hause bin<br />
Wedding ist vielfältig, verrückt und unterschiedlich<br />
und das hat auch seinen Sinn.<br />
Also seht&#8217;s nicht zu negativ,<br />
macht die Sache nicht zu groß,<br />
ohne die Leute hier im Wedding wär das Jobcenter leer<br />
und die Polizei bald arbeitslos.<br />
Wedding, wo jeder mit etwas zu kämpfen hat.<br />
Wedding, das Ghetto der Hauptstadt.</p>
<p>Ihr seht man muss den Bezirk akzeptieren so wie er ist,<br />
ob man nun will oder nicht,<br />
denn das ist die Welt in der ich lebe,<br />
das ist der Wedding, das bin ich!</p>
<p>Janine Breim</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wedding 65 und ich</title>
		<link>http://blog.medienhof-wedding.de/2010/09/22/wedding-65-und-ich/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 15:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Schritt vor die Tür Ich bin draußen Mit wenig oder viel Kür Beginne ich zu laufen. Dann bin ich mitten drin Und oft hat es alles keinen Sinn All die Leute und Gestalten hier Sind scheinbar leblos in ihrem &#8230; <a href="http://blog.medienhof-wedding.de/2010/09/22/wedding-65-und-ich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Schritt vor die Tür<br />
Ich bin draußen<br />
Mit wenig oder viel Kür<br />
Beginne ich zu laufen.<span id="more-149"></span></p>
<p>Dann bin ich mitten drin<br />
Und oft hat es alles keinen Sinn<br />
All die Leute und Gestalten hier<br />
Sind scheinbar leblos in ihrem Revier.</p>
<p>Sie ziehen lange Gesichter<br />
Bei ihnen erlöschen einfach alle Lichter.<br />
Doch auch selten kommt es vor<br />
Da trifft man einen mit viel Humor.</p>
<p>Man muss die Blume im Schnee suchen<br />
Und nicht das all-inclusive-Paket buchen.<br />
Wahre Freunde sind besonders und lassen sich nicht kaufen<br />
Um das zu erkennen muss mancher einen langen Weg laufen.</p>
<p>Hier beginnt man schnell zu unterscheiden<br />
zwischen Freund und Feind<br />
oft sagt man Dinge, die dann nicht so gemeint<br />
doch beginnt man sich dann zu meiden.</p>
<p>Ob zu Penny, Lidl oder Kaisers vor<br />
Der Weg ist stets steinig hinter dem großen Tor<br />
Doch ist es die Chance sich zu repräsentieren<br />
Und von den Blicken zu profitieren.</p>
<p>Vorurteile sind nicht weit entfernt<br />
Doch passieren schlechte Taten nicht nur hier<br />
Bei Ghetto Gangster und Schmuse-Bert<br />
Doch sind sie bei den meisten schon vorgemerkt.</p>
<p>Über die Jahre hat sich einiges verändert hier<br />
Nun gehört so manche Erinnerung zu mir<br />
Ob gewollt oder nicht<br />
Und nach so einigem Schlag ins Gesicht.</p>
<p>Die Umgebung beeinflusst einen<br />
Doch man sollte immer noch der sein<br />
Für den man sich sicher ist<br />
Dass es sich lohnt zu leben und auch eine Menge zu geben.</p>
<p>Ich kann es nicht glauben<br />
Man will mich meiner Gefühle berauben<br />
Man sagt solche Zeiten schweißen zusammen<br />
Doch zieht es einen nur in den Bann<br />
Zu denken man wäre nicht alleine<br />
Um am Ende als einziger übrig zu sein.</p>
<p>Der Glaube an dich selbst<br />
Ist das was dich stark macht<br />
Und wenn du das erkannt hast wirst du sehen<br />
Dass noch ein anderer mit dir lacht.</p>
<p>Um anderen mit Respekt zu begegnen<br />
Muss man lernen sich selbst zu mögen<br />
Es anderen zu zeigen und dann zu begreifen<br />
Wir sind alle eins und das wird immer so bleiben.</p>
<p>Ob Wedding, Neukölln, Kreuzberg oder Weißensee<br />
Viele wollen es nicht glauben &#8211; doch ist das alles nur Klischee<br />
Unterschiedliche Namen, doch gleiche Rechte für jedermann<br />
So sollte es nicht nur sein auf dem Papier sondern in den Herzen überall!</p>
<p>von Mercedes Nathalie Drong</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wedding Du und Ich</title>
		<link>http://blog.medienhof-wedding.de/2010/09/21/122/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 21:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.medienhof-wedding.de/?p=122</guid>
		<description><![CDATA[Das Buch Wedding Du und Ich verkauft sich wie nichts. 10000 Exemplare wurden verkauft, 10000 weitere Exemplare sind wiederum schon vorbestellt worden. So erklärte fast jeder Sender den großen Erfolg von Takin Kanar. Die nächste Pressekonferenz stand schon bevor. Alle &#8230; <a href="http://blog.medienhof-wedding.de/2010/09/21/122/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch <em>Wedding Du und Ich</em> verkauft sich wie nichts. 10000 Exemplare wurden verkauft, 10000 weitere Exemplare sind wiederum schon vorbestellt worden. So erklärte fast jeder Sender den großen Erfolg von Takin Kanar. Die nächste Pressekonferenz stand schon bevor. Alle Reporter waren anwesend, sie warteten nur noch auf den Autor. Schließlich kommt er an. Takin ist ein junger Mann im Alter von 20 Jahren. Takin begrüßt alle Reporter höflich, worauf die Reporter Takin förmlich mit Fragen bombardieren. Ein Reporter steht auf und fragt: „Sie haben einen riesen Erfolg. Können Sie sich erklären, warum?“ Takin antwortet mit seiner sanften Stimme: „Ich glaube, dass Menschen sich in meiner Geschichte widerspiegeln.“ Eine weitere Reporterin erhebt sich und fragt:“ Warum lautet Ihr Titel <em>Wedding du und ich</em>? Spielen eigene Erfahrungen eine Rolle?“ Takin antwortet selbstbewusst: „Wedding du und ich. Ich selber lebte, oder besser gesagt lebe bis jetzt noch im Wedding. Das du und ich steht für den Zusammenhalt der Menschen unter einander, der in meiner Geschichte vernachlässigt wird. Daraus können sie sschließen, dass eigene Erfahrungen in meiner Geschichte eine Rolle spielen. Ich meine, meine Damen und Herren, woher nimmt der Autor seine Inspiration? Natürlich aus seinem Umfeld und Erfahrungen.“ Eine ältere Reporterin fragt: „Können Sie, Herr Karan, uns erzählen, wovon ihre Geschichte handelt?“ Mit einem ruhigen Lächeln beginnt Takin: „Meine Geschichte handelt &#8230;</p>
<p><a href="http://blog.medienhof-wedding.de/wp-content/uploads/2010/09/1-001.jpg"><span id="more-122"></span><br />
</a><a href="http://blog.medienhof-wedding.de/wp-content/uploads/2010/09/1-001.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-126" title="Seite 1" src="http://blog.medienhof-wedding.de/wp-content/uploads/2010/09/1-001.jpg" alt="" width="1096" height="1581" /></a></p>
<p><a href="http://blog.medienhof-wedding.de/wp-content/uploads/2010/09/2-001.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-128" title="Seite 2 " src="http://blog.medienhof-wedding.de/wp-content/uploads/2010/09/2-001.jpg" alt="" /></a><a href="http://blog.medienhof-wedding.de/wp-content/uploads/2010/09/3-001.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-129" title="Seite 3 " src="http://blog.medienhof-wedding.de/wp-content/uploads/2010/09/3-001.jpg" alt="" width="1117" height="252" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der große Bruder von Neukölln</title>
		<link>http://blog.medienhof-wedding.de/2010/04/14/der-grose-bruder-von-neukolln/</link>
		<comments>http://blog.medienhof-wedding.de/2010/04/14/der-grose-bruder-von-neukolln/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 18:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ein paar Meinungen zur Lesung von Fadi Saad, die im Medienhof am 25.03.2010 stattfand: Fadis Lesung war der hammer, hätte nicht gedacht das es so witzig wird&#8230;&#8230;das war die beste Lesung auf der ich war&#8230;.. ich fand fadi saads &#8230; <a href="http://blog.medienhof-wedding.de/2010/04/14/der-grose-bruder-von-neukolln/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Hier ein paar Meinungen zur Lesung von Fadi Saad, die im Medienhof am 25.03.2010 stattfand:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Fadis Lesung war der hammer, hätte nicht gedacht das es so witzig wird&#8230;&#8230;das war die beste Lesung auf der ich war&#8230;.. <img src='http://blog.medienhof-wedding.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span id="more-8"></span></p>
<p style="text-align: justify;">ich fand fadi saads persönlichkeit großartig. er ist ein toller mensch, der das leben vielfälltig kennen gelernt hat. ich war von seiner art wie er über sein leben gesprochen hat sehr offen und ehrlich und ich weiß durch ihm jetzt dass auch böse jungs wieder zu guten jungs werden können. nun gebe ich die hoffnung nicht mehr auf, dass auch aus meinen brüdern mal was wird(im positiven sinne).</p>
<p style="text-align: justify;">Fadis Lesung war witzig&#8230;man war nie gelangweilt.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Besten gefallen hat mir seine Art und wie er seine Geschichte rübergebracht hat.</p>
<p style="text-align: justify;">An seiner Geschichte hat mich am meisten beeindruckt, dass er weiß, dass er auf dem</p>
<p style="text-align: justify;">falschen Pfad und dass er es geschafft hatte wieder neu anzufangen.</p>
<p style="text-align: justify;">Fadi ist witzig, selbstbewusst und kann seine Zuhörer zum Nachdenken anregen.</p>
<p style="text-align: justify;">Fadis Lesung war DER HAMMER!!!!!!!!!!!!&gt;</p>
<p>Am Besten gefallen hat mir seine frühere geschichte gefallen.</p>
<p style="text-align: justify;">An seiner Geschichte hat mich am meisten beeindruckt wie er so schnell wieder den richtigen weg fand.</p>
<p style="text-align: justify;">Fadi ist DER HAMMER SUPER !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! (APLAUS)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wer mehr über Fadi Saad wissen möchte:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">http://www.fadisaad.de/</p>

<a href="http://blog.medienhof-wedding.de/wp-content/gallery/allgemein/fadisaad.jpg" title=""  >
	<img class="ngg-singlepic ngg-left" src="http://blog.medienhof-wedding.de/wp-content/gallery/cache/1__300x250_fadisaad.jpg" alt="fadisaad" title="fadisaad" />
</a>

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		<title>Kfz 4ever</title>
		<link>http://blog.medienhof-wedding.de/2010/02/06/pimp-my-ride/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 11:46:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebes Tagebuch! Die Schule hat uns Schüler ins Praktikum geschickt. Ich wollte meinen geliebten Lesern von meinen Erlebnissen als Kfz-Mechatroniker berichten. 11.01.2010 Tag 1 Ich kam pünktlich um 9:00 Uhr zur Arbeit. Da der Boden mit Schnee bedeckt war,  bestand &#8230; <a href="http://blog.medienhof-wedding.de/2010/02/06/pimp-my-ride/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Liebes Tagebuch!</p>
<p style="text-align: justify;">Die Schule hat uns Schüler ins Praktikum geschickt. Ich wollte meinen geliebten Lesern von meinen Erlebnissen als Kfz-Mechatroniker berichten.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-15"></span></p>
<p style="text-align: justify;">11.01.2010 Tag 1</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kam pünktlich um 9:00 Uhr zur Arbeit. Da der Boden mit Schnee bedeckt war,  bestand meine erste Aufgabe darin den Schnee weg zu schippen.</p>
<p style="text-align: justify;">Anschließend haben wir ein Auto repariert, einen Citroén Ax. Wir wechselten den Auspuff und reparierten den Termustat.</p>
<p style="text-align: justify;">Gegen 13:30 Uhr haben wir eine neue Karosserie für einen anderen Wagen bestellt.</p>
<p style="text-align: justify;">Um 14:00 Uhr haben wir im Internet nach Autos gesucht, die die Firma eventuell kaufen kann. Die gebrauchten Autos würden dann wieder verkauft werden. Wir schauten auf www.autoscout24.de &amp; www.mobile.de</p>
<p style="text-align: justify;">12.01.2010 Tag 2</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kam wieder pünktlich zur Arbeit. Mein Tag begann wieder mit Schnee schippen.</p>
<p style="text-align: justify;">Um 11:00 Uhr kam eine Lieferung Frostmittel, die ich ins Lager einsortierte.</p>
<p style="text-align: justify;">Gegen 13:00 Uhr kam ein Opel Vectra in die Werkstatt rein. Wir kontrollierten seine Bremsscheiben, die sehr abgenutzt waren. Also bestellten wir neue. Die Lieferung kam aber erst am nächsten Tag deshalb musste der Wagen nachts über in der Werkstatt bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">13.01.2010 Tag 3</p>
<p style="text-align: justify;">Um 9:15 Uhr begann der Tag wieder mit Schnee schippen. Diesmal transportierten wir den Schnee mit einer Schubkarre vom Werkstattgelände.</p>
<p style="text-align: justify;">Um 11:00 Uhr kamen die am Vortag bestellten Bremsscheiben. Ich habe die beiden vorderen Reifen abmontiert. Als wir die Bremsscheiben ausgewechselt haben, bemerkten wir, dass der Lieferant falsche Teile geliefert hatten. Also haben wir bei der Firma angerufen und die richtigen Teile bestellt.</p>
<p style="text-align: justify;">14.01.2010 Tag 4</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin zwar pünktlich zur Arbeit erschienen, aber weil wir keinen Schnee weg schippen mussten, saßen wir im Büro und haben bis 10:00 Uhr geredet. Um 10:00 Uhr haben wir einen Citroén Xentria in die Werkstatt bekommen. Wir sollten die Stoßstangen vorne und hinten reparieren. Außerdem waren Kupplung und Tachometer kaputt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben bis 14:00 Uhr nur geschafft, die Optik zu verbessern. Die Reparatur der Kupplung und des Tachometers wurden auf morgen verschoben.</p>
<p style="text-align: justify;">15.01.2010 Tag 5</p>
<p style="text-align: justify;">Die Rahmen der Ente, die wir am Montag bestellt hatten, traf heute Morgen um 9:30 Uhr ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben von 10:30 Uhr bis 13:35 Uhr an Kupplung und Getriebe des Citroén gearbeitet.</p>
<p style="text-align: justify;">Danach haben wir die alten Teile vom Rahmen der Ente abgebaut und sie aufgehoben.</p>
<p style="text-align: justify;">18.01.2010 Tag 6</p>
<p style="text-align: justify;">An diesem Montag war nicht viel los. Wir haben erst um 10:30 Uhr mit der Arbeit angefangen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weil den ganzen Tag kein Auto kam, habe ich mich an den PC gesetzt und nach Gebrauchtwagen gesucht.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben eine lange Mittagspause gemacht und uns bis Feierabend unterhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">19.01.2010 Tag 7</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Dienstag war der bisher aufregendste Tag des Praktikums. Wir haben den neuen Rahmen vorbereitet. Ich durfte alle Reifen abmontieren. Wir haben alle Schrauben vom alten Rahmen abgebaut und in den neuen Rahmen eingebaut. Danach haben wir den Motor befestigt. Da das bis 17:35 dauerte, bin ich freiwillig länger geblieben.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwischendurch kam ein Citroén Xentria in die Werkstatt, bei dem die Zündspule sehr undicht war. Als wir den Wagen anmachten, sprühten Funken heraus. Wir haben eine neue eingebaut.</p>
<p style="text-align: justify;">20.01.2010 Tag 8</p>
<p style="text-align: justify;">Gleich als ich heute Morgen zur Arbeit gekommen bin, haben wir damit begonnen, die Sicherheitsgurte eines Wagens, die zum Schrottplatz transportiert werden sollte, zu entfernen. Danach schaute ich einem Mitarbeiter zu wie er die Karosserie der Ente schleifte. Die Karosserie habe ich danach gereinigt. Anschließend haben wir die Karosserie auf die Hebebühne getragen und dann auf den Rahmen gesetzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Um 16:30 Uhr kam ein Chevrolet in die Werkstatt rein und wir sollten die Keilriemen wechseln und den Motor kontrollieren. Wir hatten die Keilriemen nicht auf Lager. Also bestellten wir den nächsten Tag neue Keilriemen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe dann mit einem anderen Mitarbeiter an dem Motor des Chevrolet gearbeitet und bin extra bis 17:00 Uhr geblieben.</p>
<p style="text-align: justify;">21.01.2010 Tag 9</p>
<p style="text-align: justify;">Der Arbeitstag begann um 9:30 Uhr. Die am Vortag bestallten Teile waren rein gekommen. Wir haben sofort begonnen alles zusammen zu bauen. Das hat uns bis 13:30 Uhr beschäftigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ab 15:00 Uhr haben wir die Ente lackiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Um 17:30 Uhr kam ein Citroén Xentria rein. Die Zentralverriegelung war kaputt, aber wir sind mit dem Reparieren nicht fertig geworden.</p>
<p style="text-align: justify;">22.01.2010 Tag 10</p>
<p style="text-align: justify;">An diesem Freitag haben wir ein Citroén Saxo rein bekommen, den wir auf die Hebebühne gefahren haben. Als wir unter den wagen schauten sahen wir das alles verrostet war. Wir haben dann den Rost abgeschlagen und geschliffen. Dann haben wir den Wagen lackiert und abgewartet. Anschließend haben wir Rostmittel draufgesprüht und geschweißt. Die Lackierung war Schwarz. Zum Schluss haben wir die Lichter ausgewechselt. Sie leuchteten weiß aber sie sollten orange leuchten. Außerdem, mussten wir die Bremsscheiben auswechseln. Das alles hat uns den ganzen Tag gekostet. Aber da die Tüv Abnahme des Wagens für Dienstag terminiert war, musste das alles an diesem Freitag gemacht werden.</p>
<p style="text-align: justify;">25.01.2010 Tag 11</p>
<p style="text-align: justify;">Heute haben wir erst um 10:00 Uhr angefangen zu arbeiten. Wir sind mit der Ente ins Glashaus gefahren, das ist eine Zulassungsstelle. Wir haben einen Antrag abgegeben, aber die angegebene Begründung des Rahmenwechsels war nicht ausreichend.</p>
<p style="text-align: justify;">Deshalb sind wir zurück gefahren und haben die ganze Prozedur um 12:00 Uhr wiederholt. Die neue Begründung habe ich geschrieben da der Chef nicht so schnell tippen kann. Der neue Antrag wurde bewilligt.</p>
<p style="text-align: justify;">Um 14:30 Uhr  haben wir eine Stunde Pause gemacht. Um 16:00 Uhr sollte ein Porsche kommen, aber wir haben umsonst gewartet.</p>
<p style="text-align: justify;">Um 15:00 Uhr sollte ich ein wagen aus der Werkstatt fahren. Als ich den Wagen fast draußen hatte, bemerkte ich, dass auf dem Gelände Glatteis war. Obwohl ich eine langsame Geschwindigkeit fuhr, bekam ich den Wagen nicht zu stoppen. Ich zog aus Angst die Hangbremse, aber das half nicht. Auf der anderen Seite des Geländes stand der wagen meines Chefs. Ich schlitterte gegen ihn. Mein Chef fand das nicht so schlimm, schließlich sind wir eine Kfz-Werkstatt und konnten den Schaden reparieren.</p>
<p style="text-align: justify;">26.01.2010 Tag 12</p>
<p style="text-align: justify;">Kurz nach Arbeitsbeginn kam der TÜV-Prüfer. Beim Citroén fehlte die Batterie Abdeckung. Weil auch die Airbag Lampe leuchtete bekam der Saxo kein TÜV. Aber die Ente bekam den TÜV. Gegen Mittag bekamen wir den Auftrag in einen Citroén C15 Türen und Sitze einzubauen. Der Citroén stand bei uns in der Werkstatt und wäre verschrottet worden, wenn der Kunde nicht den Auftrag gegeben hätte. Kurz darauf kam ein citroén Berlingo auf das Gelände und fragte nach Starthilfe. Wir halfen ihm, aber der Motor sprang nicht an. Es stellte sich heraus, dass der Tank leer war. Wir gaben dem Mann einen Kanister und er ging zur nächsten Tankstelle.</p>
<p style="text-align: justify;">Als der Tank aufgefüllt war, funktionierte der Wagen immer noch nicht. Es stellt sich heraus, dass auch noch die Batterie kaputt war. Wir tauschten sie aus und der Motor Sprang an.</p>
<p style="text-align: justify;">27.01.2010 Tag 13</p>
<p style="text-align: justify;">Heute brauchte ich erst um 10:00 Uhr mit der Arbeit zu beginnen. Es nicht viel los. Wir haben das Lager aufgeräumt. Dabei haben wir viele alte Ersatzteile gefunden, die man heute nicht mehr gebrauchen kann. Wir haben sie dann bei der Wertstoffentsorgung entsorgt (Köpeniker Str.).</p>
<p style="text-align: justify;">28.01.2010 Tag 14</p>
<p style="text-align: justify;">Heute haben wir den Citroén C15 bei unseren Schrotthändler abgegeben. Wir haben den Neuschnee vom gestrigen Tag weg geschippt. Das hat uns bis 13:30 Uhr beschäftigt. Heute durften wir ein bissien früher Nach hause.</p>
<p style="text-align: justify;">von Ali</p>
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		<title>Der Schreibwettbewerb</title>
		<link>http://blog.medienhof-wedding.de/2010/01/31/der-schreibwettbewerb/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 08:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[November 2009 &#8211; in einer unserer Sitzungen kommt uns die Idee im neuen Jahr Neuland zu betreten und im Rahmen unseres Projektes SPRINT, welches ja für SPRACHE und Integration steht, einen Schreibwettbewerb zu initiieren. Wie immer machen wir uns sofort &#8230; <a href="http://blog.medienhof-wedding.de/2010/01/31/der-schreibwettbewerb/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">November 2009 &#8211; in einer unserer Sitzungen kommt uns die Idee im neuen Jahr Neuland zu betreten und im Rahmen unseres Projektes SPRINT, welches ja für SPRACHE und Integration steht, einen Schreibwettbewerb zu initiieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-19"></span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Wie immer machen wir uns sofort mit Volldampf an die Umsetzung und drucken Handzettel nebst Postern welche wir an vielen Stellen im Wedding auslegen und in mehreren Schulen durch Schüler aufhängen lassen und mit der Zeit gehend richten wir extra eine Mailadresse für die Einsendungen ein. Und dann kommt das Warten und die Ungewissheit. Offen gestanden waren wir während der Wartezeit häufig am Zweifeln ob es überhaupt eine ausreichende Resonanz auf den Wettbewerb geben würde, da der Postkasten lange Zeit leer blieb und auch vor Ort im Medienhof in der Prinzenallee kaum jemand etwas einreichte.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch auch hier gilt erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Am 22. Januar freuten wir uns außerordentlich 19 verschiedene Einsendungen in den Händen zuhalten die zudem teilweise einen Umfang von mehr als 5 Seiten aufwiesen und so unterschiedliche und vielfältig wie der Wedding selber sind. Jede Einsendung wurde von uns in Vorbereitung auf die Jury-Sitzung zu Hause studiert und mit Notizen versehen, ausgewählte Aspekte der Texte wurden eingehender untersucht und so trafen wir uns erneut am vergangenen Freitag um uns einer Herkulesaufgabe zu widmen: einen Gewinner zu küren.</p>
<p style="text-align: justify;">Erfreulicher Weise sollte uns das richtige Kopfschmerzen bereiten und auch mehr als 2 Stunden dauern. Am Ende einigten wir uns darauf die Texte nach den Kategorien Inhalt und Sprache (Form/Ausdruck/Aufbau) jeweils in einer Skala von 1-10 Punkten zu bewerten, wobei es insgesamt sechs Jurymitglieder gab uns somit die theoretische Höchstpunktzahl aus 120 bestand.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer gewonnen hat? Das kann natürlich hier noch nicht verraten werden, denn das geben wir erst am 27. Februar bei der feierlichen Preisverleihung bekannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Was aber auf jeden Fall jetzt schon gesagt werden muss ist, dass wir allen Teilnehmern für Ihre tollen Ideen und vor allem auch für ihr Engagement sich bei diesem Wettbewerb zu beteiligen bedanken.</p>
<p style="text-align: justify;">Leseproben der einzelnen Texte finden sie demnächst an dieser Stelle.</p>
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		<title>Hülyas Praktikum</title>
		<link>http://blog.medienhof-wedding.de/2009/11/25/hulyas-praktikum/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 06:28:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[kleine Satire, an den Haaren herbeigezogen, mit authentischem Praktikumsteil) Eines schönen Tages kommt Hülya mit der Bitte zu mir, ihr beim Verfassen eines Praktikumsberichtes zu helfen. Zehn lehrreiche Tage hat sie die Kunstfertigkeit einer Hair-stylistin  bewundern dürfen. (Auf den altmodischen Begriff &#8230; <a href="http://blog.medienhof-wedding.de/2009/11/25/hulyas-praktikum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">kleine Satire, an den Haaren herbeigezogen, mit authentischem Praktikumsteil)</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-23"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Eines schönen Tages kommt Hülya mit der Bitte zu mir, ihr beim Verfassen eines Praktikumsberichtes zu helfen. Zehn lehrreiche Tage hat sie die Kunstfertigkeit einer Hair-stylistin  bewundern dürfen. (Auf den altmodischen Begriff Friseuse verzichte ich vorläufig. Komme aber noch darauf zurück.) Schulpraktikum nennt sich sowas, wenngleich ein wenig irreführend. Natürlich mit dem  kultusministeriellen Hintergedanken, die Schüler werden sich bei dieser ersten Kontaktaufnahme unsterblich in das haarige Handwerk verlieben. Trotz der beruflichen Aussicht auf schnöde Dumpinglöhne und allabendliche Haare in den Suppen spuckender Kinder wird in den Schülerinnen vielleicht die leidenschaftliche Sehnsucht geweckt, unbedingt Friseuse werden zu wollen. Eine Sehnsucht, entfacht und gleichzeitig gestillt nur von den dankbaren Blicken gefönter Frauen, die sich wieder für ein paar Tage auf der Straße blicken lassen wollen. L`oreal sei Dank.  Obwohl selbst ein Kultusminister wissen sollte, dass Liebe auf den ersten Blick in 99 von 100 Fällen nicht zu einer lang währenden Beziehung führt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Gesicht bleich, das Papier weiß, so sitzt Hülya vor mir. Gibt es eine Steigerung von „leer“? Manche behaupten ja, die Steigerung sei „Lehrer“. Ich behaupte:  das Gesicht von Hülya war eindeutig leerer als das Papier weiß. Ich mustere sie ein bisschen genauer und hätte schwören können, dieses Gesicht ist nicht in Liebe entbrannt. Zumindest nicht zum Beruf der Coiffeuse. Sie drückt mir das Formular in die Hand.</p>
<p style="text-align: justify;">„Salon Diva“ heißt der Laden. Bei dem Begriff „Diva“ fiel mir bis zu dem Tag immer nur Greta Garbo ein, die Göttliche mit dem Schlafzimmerblick. Warum ein Friseurladen sich ausgerechnet mit diesem Substantiv in die Nähe Gottes rücken muss, mag frommen Seelen als Sakrileg erscheinen. Es entbehrt bei näherem Betrachten aber nicht jeder Logik. Wenn man sich nämlich fragt, wen der Allmächtige unter seinen Geschöpfen zu seinen Lieblingen erkoren hat, dann sind es zweifellos jene, die dem Menschen mit Schere und Kamm auf den Leib rücken, um ihm ein göttliches Aussehen zu verpassen. Denn bei aller Perfektion an Haupt und Gliedern hat es Gott bei der Kreation des Haarwuchses mit List darauf angelegt, seine eigene Größe der des menschlichen Versagens tagtäglich gegenüberzustellen. Er hat also keineswegs gepfuscht.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Gegenteil: er hat es darauf angelegt, dass sich Millionen Menschen mit Lockenwicklern, Brennstäben, Nagelzangen, Scheren  und Schweißgeräten torturieren lassen, klaglos beim Haarewaschen das Eindringen von Chemikalien in Mund und Nase hinnehmen und nach dem Einatmen giftiger Spraypartikel benommen ein Geständnis ablegen, das da lautet: mein Haar, ja, <strong>es ist</strong> schön. Und kein Gerichtshof der Welt hat jemals gegen dieses unter Foltermitteln erzwungene Geständnis Berufung eingelegt. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn – ähnlich wie bei Galileo Galilei – folgt der Widerruf der Aussage doch schon wenige Wochen danach, manchmal auch nur wenige Tage. Dann heißt es plötzlich wieder: nein, <strong>es ist</strong> <strong>nicht </strong>schön.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer also beweist die Allmacht Gottes jeden Tag? Ganz eindeutig die Friseure. Sie mühen sich und schaffen doch nicht, was der Schöpfer mit einem Fingerschnippen hinkriegen würde.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer jemals als Pubertierender auf der Suche nach der eigenen Mutter unvorbereitet in einen Frisurladen der 50er Jahre gestolpert ist, kann den Schrecken, ja das lebenslang anhaltende Trauma ermessen, das eine ganze Generation erfasste. Es ist für mich sonnenklar, dass die Rebellion der 68er keineswegs gegen den tausendjährigen Mief unter den Talaren gerichtet war, ebenso wenig  galt sie  der Verstrickung der Väter in Nazi-Deutschland oder der sexuellen Bigotterie.  Nein, die Studenten-Revolte ist eindeutig auf die Friseurläden der 50er zurückzuführen.</p>
<p style="text-align: justify;">Sehen wir dieses Guantanamo des Kalten Krieges doch nur einmal mit den Augen eines damaligen 10jährigen. Der hat gerade seine ersten Science-Fiction Heftchen verschlungen. Und geheimdienstliche Methoden, etwa Gehirnwäsche, sind ihm auch schon ein Begriff, wenn auch vage. Nehmen wir weiter an, die eigene Schwester schickt den Knirps zum ersten Mal in einen Friseurladen mit dem Auftrag, die Mama zu fragen, wie viel Maggi-Würfel in die Sauce zu rühren sind. Der noch unschuldige Junge betritt also den Laden. Was er sieht, wird sein Leben nachhaltig verändern.</p>
<p style="text-align: justify;">Einige der  Köpfe der Frauen haben sich in summende, monströse Weltraumhelme verwandelt. Der Boden ist mit abgeschnittenen Haaren bedeckt. Eine Gefangene beugt den Nacken über ein Waschbecken. Eine Schergin des grausamen Handwerks gießt ihr heißes Wasser über den entblößten Hals. Im Haar einer anderen sind Dutzende von Elektroden angebracht. Mit verzagtem Mut tritt er an, klopft an den erstbesten Weltraumhelm.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit banger Stimme fragt er: „Mama, bist du es?“ Keine Antwort. Nur Rauschen ist zu hören. Er tritt an den nächsten Helm. „Mama?“ Keine Antwort. Mit dem Mute der Verzweiflung tritt er hinterrücks an die Frau mit den Lockenwicklern und reißt ihr die vermeintliche Elektrode aus dem Haar. Ein gellender Schrei aus Wut, Empörung und Enttäuschung ist die Folge. Nie wird er dieses Geheul vergessen.</p>
<p style="text-align: justify;">Bedeutend schlimmer aber ist das zerstörte Urvertrauen zu der eigenen Mutter. Ein seelisches Trauma, das seine ganze Generation brandmarken sollte. Jedenfalls muss die Geschichte der Bundesrepublik radikal umgeschrieben werden. Alleinerziehende Mütter, Väter, Vielweiberei/Männerei, Kommunen,  One-Night-Stands, Singles, Geburtenrückgang: alles eine Folge der 50er und 60er, glauben sie mir. Ja selbst der Begriff Hair-Styling ist kein angelsächsisch gefärbter Unterjochungsversuch, nein, weit gefehlt. Denn ähnlich wie unsere Väter (und Mütter) das 3. Reich verdrängt haben, so haben wir, ihre Söhne, radikal verdrängt, was uns an den Verlust unserer Mütter im Friseurladen erinnert. Mich wundert nur, dass das Wort Mama geblieben ist. Wahrscheinlich in Ermangelung einer Alternative im romanischen und angelsächsischen Sprachraum. Ich mache hiermit den Vorschlag, das türkische Wort für Mutter, also „Ane“ einzuführen, bei gleichzeitiger Eliminierung des Mädchennamens Anne, um peinliche Komplikationen auszuschießen.</p>
<p style="text-align: justify;">Soweit der kulturgeschichtliche Exkurs und zurück zu Hülyas Praktikumsbericht, der uns beweisen wird, dass sich an diesen Stätten der Verderbnis nichts geändert hat. Wir nähern uns diesmal jedoch nicht mit der empfindsamen Seele eines 10jährigen, sondern mit der &#8211; nicht minder empfindsamen – Seele einer 16jährigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Hülyas  Praktikumsbericht:</p>
<p style="text-align: justify;">Datum 22.4.09</p>
<p style="text-align: justify;">Ort der Tätigkeit: Friseurhandwerk</p>
<p style="text-align: justify;">Bericht: Mein erster Praktikumstag im Salon.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist Mittwoch, 22.4.09</p>
<p style="text-align: justify;">Ich komme an. Meine Chefin bedient einen Kunden. Sie nimmt ihm gerade das Tuch von der Schulter. Sie tut es mit einer eleganten Körperdrehung. (Anmerkung d. Herausgebers: diese Stelle wirkt auf mich sehr erotisch, ich sehe immer einen weiblichen Torero/Torera vor mir, Stöckelschuhe, Taille in goldenem Korsett, blonder Pferdeschwanz, das Ahhh und Ohhh auf den Zuschauerrängen).</p>
<p style="text-align: justify;">Ob ich das auch jemals so perfekt können werde? Das Tuch mit den Haaren fällt vor meine Füße. Die Chefin parfümiert jetzt  den Kunden. Sie tätschelt ihm die Wangen. Man sieht  die ganze Liebe zu ihrem Beruf. Ich nehme mir vor, alles Schritt für Schritt zu erlernen. Zuerst ist der Fußboden dran. Ich fege ihn mit aller Sorgfalt. Für viele mag dies eine einfache Arbeit sein, die wenig Sorgfalt bedarf. Für mich nicht. Überall können sich Haare verstecken. Dafür brauche ich 10 Minuten. Danach schickt mich meine Chefin zum Einkaufen zu Plus. Ich besorge Kaffepads, Toast und sogar Salami. Das wäre nicht weiter schlimm gewesen, schließlich mache ich ja fast alles. Aber bei Plus gibt es nur Schweinesalami. Weil ich es nicht gewohnt bin, Schweinesalami weder zu essen noch zu kaufen, gerate ich doch in seelische Not. Schließlich kaufen in dem Laden alle meine Bekannten und Verwandten ein. Das soll keine Beschwerde sein. Ich schaue vorsichtig in alle Richtungen. Die Luft ist rein. Ich greife mit zwei Fingern nach der prämierten ungarischen Salami. Dann lasse ich sie in den Einkaufskorb plumpsen. Auch an der Kasse geht alles gut. Ich will mich nicht beklagen, war halb so schlimm. Einer Kundin darf ich Kaffee machen. Mit der Kaffeemaschine ist es ganz einfach. Die Kundin sagt, der Kaffee ist gut. Den Rest des Tages verbringe ich mit Aufräumarbeiten und Fegen. Fegen ist wichtig, denn überall können sich Haare verbergen.</p>
<p style="text-align: justify;">Datum 23.4.09</p>
<p style="text-align: justify;">Ort der Tätigkeit: Friseurhandwerk</p>
<p style="text-align: justify;">Bericht: Mein zweiter Praktikumstag im Salon.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist Donnerstag, 23.4.09</p>
<p style="text-align: justify;">Ich gehe zum Laden. Mein Gefühl ist nicht gut. Ich weiß nicht warum. Ich komme an. Meine Chefin bedient gerade eine Kundin. Die möchte eine Dauerwelle. Dauerwellen sind schwierig. Ich nehme mir vor, meiner Chefin genau zuzuschauen. Ich will viel lernen. Bei einer Dauerwelle ist es notwendig, dass man die Haarspitzen mit Hilfe eines besonderen Papierstückes glättet. Leider hat der Salon dieses Papier in diesem wichtigen Moment nicht mehr. Also schickt mich meine Chefin zu anderen Friseurläden in den umliegenden Straßen, um nach diesem Spezialpapier zu fragen. Ich hätte lieber bei der Dauerwelle zugesehen. Aber so kann ich ja auch dazu beitragen, dass sie gelingt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich klappere einen nach dem anderen ab. Keiner will das Papier haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kehre ohne diese wichtigen Papiere traurig zurück. Wenn die Dauerwelle nun nicht klappt? Nach dem vielen Hin und Her gibt mir die Mutter der Chefin einen guten Tipp. Ich soll es bei Schlecker um die Ecke versuchen. Und tatsächlich – ich hätte mir die Lauferei sparen können. Und von der Kunst, eine Dauerwelle herzustellen, hätte ich auch mehr sehen können. Ich darf der Kundin einen Kaffee machen. Die Kundin sagt, der Kaffee ist gut.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Rest des Tages verbringe ich mit Aufräumarbeiten und Fegen. Fegen ist wichtig. Überall können sich Haare verbergen.</p>
<p style="text-align: justify;">An dieser Stelle unterbreche ich den Praktikumbericht von Hülya. Eigentlich schade, ich weiß; denn viele spannende Erlebnisse unterschlage ich damit. Aber dem Leser dieser Zeilen kann ich versichern, alle Tage endeten mit dem Satz: Den Rest des Tages verbringe ich mit Aufräumarbeiten und Fegen, denn Fegen ist wichtig, überall&#8230;&#8230;usw.</p>
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